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  • UND EWIG LOCKT VENEDIG
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    "Che dire" - Was soll ich erzählen?
    Concierge Dario schaut mich freundlich an und schüttelt den Kopf. Er kennt Venedig wie kaum ein anderer und weiß wohl nicht so recht, wo er beginnen soll. Seine klaren Augen mustern mich. Ganz so, als würde er mich einordnen wollen. In ihnen spiegeln sich das belebte Foyer des berühmtesten Hotel Venedigs, mein fragendes Gesicht und die schemenhaften Silhouetten der Gäste um uns herum.
    Ein guter Concierge sieht Dinge immer facettenhaft. Aus der ganzen Welt sind Hotelgäste, haben die unterschiedlichsten Vorstellungen, Ansprüche, Wünsche, Träume, die es zu erraten und erfüllen gilt.

    "La bellezza sta negli occhi di chi guarda" - Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Woher weiß er, was ich denke? Ich nicke zustimmend, er fährt fort: "In Venedig zählt das Alte mehr als Neues, weil das eben auch besser ist. Das gilt nicht nur für das Danieli, eines der ältesten Hotels der Stadt. Es gilt für den gesamten Ortskern. Hier wird Tradition nicht gespielt; sie wird gelebt."

    Das Danieli steht am Ende der Riva degli Schiavoni. Wo sich der Canal Grande verliert, dünnen auch die Ströme der Pauschaltouristen aus. Hier warten zwar viele spannende Plätze auf neugierige Entdecker ... die sind scheinbar aber für den typischen Venedig-Touristen nicht einmal dann spannend, wenn dort die Biennale stattfindet.

    Gleich drei venezianische Paläste umfasst der Hotelkomplex, der älteste davon aus dem 14. Jahrhundert. Aus einer Zeit also, in der Venedig die Krone all dessen war, was Künstlerhände hervorzubringen vermochten. Natürlich wusste die Renaissance nicht, dass sie nicht fortleben würde, dass die wassergeäderte Stadt unweigerlich dem Untergang entgegensinken und ihre Infrastruktur den Bedürfnissen nicht länger gewachsen sein würde. Die Renaissance baute, malte, bildhauerte fröhlich dahin; stets im Glauben, alles würde immer so weitergehen. Sie war sich nicht bewusst, dass die Zeugnisse ihres Erschaffens eines Tages voller Bewunderung, aber auch Wehmut und Nostalgie betrachtet werden würden.

    "Come vedete" - Sehen Sie, wie unser Hotel ist ganz Venedig. Serenissima Repubblica di San Marco, die erlauchteste Republik des Heiligen Markus, wird sie in der Lyrik gern bezeichnet.
    "Wir vollbringen das Kunststück, die Zeugnisse einer Geschichte am Leben zu halten. Nicht künstlich, sondern mit exakt mit der Energie, die heutige Gäste ins Haus tragen - und wieder hinaus.

    Dabei bemüht das Danieli nahezu jedes jemals in Zusammenhang mit Venedig entstandene Klischee mit Leichtigkeit. Auf eine Weise, die an die charmante Natürlichkeit einer Frau denken lässt. Eine, die nicht weiß, wie schön sie ist."

    Und ewig lockt das Weib, denke ich. Dario hat Recht. Und er meint es völlig ernst, ganz ohne Augenzwinkern. Mir fällt ein, dass sein Name aus dem altpersischen stammt und „Träger des Guten" bedeutet. Ach Dario.

    Ich folge seiner ausladenden Geste und drehe mich um. Die Lobby, eine Mischung aus erschlagendem Marmor und unzähligen Antiquitäten, dazu ein Treppenszenario, das an Escher erinnert. Alles ein wenig zu viel, und doch berauschend, romantisch, poetisch, kurz: venezianisch. Von den Deckenfresken bis zu den Polsterstoffen, das ist Venedig, wie man es kennt. Von Gemälden, aus Büchern und Filmen.

    „Unser Ort ist wie ein Kunstwerk. Eines, das man betreten und benutzen kann; es ist echte, wirkliche Kunst", sagt Dario abschließend. „Nehmen Sie diesen Eindruck mit nach draußen, und Sie sehen Venedig, wie es war und noch immer ist. Man muss nur daran glauben".

    Tatsächlich genügt es, für ein oder zwei Stunden durch das Labyrinth aus Plätzen, Gassen und Hinterhöfen zu schlendern. Hier gilt es, das einzigartiges Phänomen der Zivilisationsgeschichte mit allen Sinnen und Muße zu erspüren.

    Das Wunder nahm 500 n. Chr. seinen Anfang. Als die Festlandbewohner, die Veneter, vor den Hunnen und Langobarden in die Lagune flohen. Kurz nach 800 verbanden sie nach und nach Dutzende kleiner Inseln mit Brücken, rammten unzählige Holzpfähle in den Schlamm und schufen so jenes 7,5 km² große Stadtgebiet, wie es sich auch heute noch mit rund 3000 Straßen und 100 Plätzen, 150 Kanälen und (nur) 400 Brücken präsentiert.

    Ich steige auf den Campanile des Benediktinerklosters San Giorgio Maggiore, um mir einen überblick zu verschaffen. Im Osten, gleich hinter dem Danieli, sieht man das riesige Gelände des Arsenals, der Schiffswerft. Noch ein Stück weiter östlich leuchtet das Grün der Giardini Pubblici, des Stadtparks, und das angrenzende Ausstellungsareal der Biennale. Im Westen ragen die Parkgaragen und davor der Bahnhof aus einem Meer von Schindeldächern, zum Greifen nah ist das große, spiegelverkehrte "S" des Canal Grande, der gleich hinter der Santa Maria della Salute und sich parallel zu meinem Lieblings-Statteil Dorsoduro erschließt.
    Ein kleines Stück östlich von dessen Ende liegt das Herz und einstige Machtzentrum der Stadt: der Dogenpalast sowie die Piazza di San Marco mit der Basilika.

    Rund um diesen aus insgesamt sechs Bezirken, den sogenannten Sechsteln (ital. sestieri), bestehenden historischen Stadtkern "centro storico", lagern jene Dutzende Inselchen - die Friedhofsinsel San Michele zum Beispiel oder die Gemüseinseln Sant'Erasmo und Le Vignole. Nicht zu vergessen die Glasbläserinsel Murano, der alte Bischofssitz Torcello, dazwischen Burano, das Refugium der Spitzenklöpplerinnen, und, am südlichen Horizont, der Lido, die schmale Sandzunge zwischen Lagune und offenem Meer, der im Sommer zu romantischen Strand-Spaziergängen einlädt.

    Wie viele Facetten dieses urbanistische Wunder aufweist, das jährlich von über 10 Mio. Besuchern heimgesucht wird, zeigen die gegensätzlichen Stimmungen, in die es seine Bewohner und Gäste zu versetzen vermag. Da ist seine melancholische und morbide Seite. Unweigerlich denkt man an die schwermütigen Verse von Lord Byron und Rilke, an unsterbliche Thriller wie den von Patricia Highsmith über die Kälte Venedigs, an Daphne du Mauriers Gondeln, die Trauer tragen, und natürlich an Thomas Manns Novelle "Tod in Venedig".

    Venedigs eigentliches Potential ist aber die Liebe. Desdemona und Othello, George Sand und Alfred de Musset und natürlich der unermüdliche Giacomo Casanova stehen nicht nur für die oft tragischen amourösen Leidenschaften, sondern eben auch als Sinnbild für die Romantik dieser Stadt.
    Ganz im Gegensatz zu diesem Schwermut steht freilich Venedigs alterprobte Meisterschaft im Feiern ausgelassener Feste, wie sie sich heute noch zu Zeiten des Karnevals, aber etwa auch im Hochsommer zu „Redentore" oder bei den vielen farbenprächtigen Regatten zeigt.

    Ebenso widersprüchlich ist der biologische Zustand dieser Stadt: Es ist kein Geheimnis, dass Venedig zusehends vergreist. Demografisch und städtebaulich - Venedigs Bausubstanz ist in den letzten 20 Jahren um 10 cm abgesackt. Zugleich aber hat sich, vor allem in den Bezirken Dorsoduro und Cannaregio, in den letzten Jahren eine von der Außenwelt noch viel zu wenig beachtete quirlige Lokal- und Kleinkunstszene entwickelt. Unter den Scharen jugendlicher, erlebnishungriger Nachtvögel, die sie bevölkern, befinden sich vor allem Gaststudenten der örtlichen Universität.

    Venedig hat es immer schon verstanden, sich Umständen zu arrangieren. Die Bewohner sind von jeher begnadete Händler - im Kollektiv naturgemäß pragmatisch. Dies war schon so, als sie 1204 unter Führung des 97-jährigen, vollkommen blinden Dogen Enrico Dandolo den vierten Kreuzzug kurzerhand nach Konstantinopel umlenkten und dort die Schätze ihrer christlichen Glaubensbrüder plünderten. Und erst recht verhielt es sich während der folgenden Jahrhunderte so, als die Dogen mit eiserner Faust die Interessen der Republik nach innen und außen wahrten.

    Als die Venezianer kurz nach 1400 ihre ersten überseeischen Positionen verloren, eroberte Venedig Istrien, das Friaul, Vicenza, Verona, Padua und (teilweise) die Lombardei. Venedig sicherte sich damit Holz für die Flotte, Getreide und Gemüse für die Küchen und Stoffe für die vielen berauschenden Feste.

    In den letzten Jahrzehnten hat sich das Blatt gewendet. Formal ist Venedig zwar nach wie vor Hauptstadt über die Region Venetien, aber der Puls des Veneto schlägt längst in den Boomstädten des Festlands.

    Als ich vom Turm und in den nächsten Wasserbus steige, wird mir bewusst, dass ich schon zuvor den Boden unter den Füßen verloren habe. Ich befinde mich an einem zeitlos schönen Ort, den es zu entdecken gilt.

    Martin Haag


  • BURN, BABY, BURN
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    Burnout!
    Jeder von uns kennt zumindest einen Betroffenen, denn statistisch gesehen sollen es allein in Deutschland 9 Millionen sein, die ihn haben. Eine erschreckende Zahl. Nach Angaben der Betriebskrankenkassen wurde bereits 2009 jeder neunte Krankheitstag der Pflichtmitglieder mit einer psychischen Diagnose begründet. Im Vergleich zu den 90ern ist das eine Verdreifachung. Und die Tendenz ist weiter steigend. Addiert man die Behandlungskosten, ergibt dies bereits heute einen volkswirtschaftlichen Schaden von knapp 10 Milliarden Euro. Ein einziger Burnout-Behandlungsfall kostet uns knapp 10.000 Euro.

    Ist Burnout die "neue Volkskrankheit"? Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der Kaufmännischen Krankenkasse behauptet: "Immer mehr Seelen funken SOS". Wenn das stimmt, lebt die Weltgesundheitsorganisation WHO tatsächlich hinter dem Mond. Denn für sie zählt "Ausgebranntsein" zur Klasse "Lebensbewältigung", ergo Befindlichkeitsstörung.
    Was also ist ein Burnout? Einschlägige, hoch offizielle Seiten zählen bereits Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität, Schlafstörungen und Zynismus zu den klassischen Warnsignalen. Sogar Kopfschmerzen zählen dazu. Und die kennen wir alle, wenn wir unter Stress stehen. Sind wir also auch betroffen? Wohl kaum.

    Stimmt denn wenigstens, dass der Druck noch nie so hoch war wie heute? Ist in der modernen Arbeitswelt ein Zusammenbruch vorprogrammiert, weil wir in einer Leistungsgesellschaft leben, die kein Pardon kennt?
    Mitte des 19. Jahrhunderts betrug die Durchschnittsarbeitszeit in Deutschland 82 Stunden, sank um 1900 auf 60 und nur ein halbes Jahrhundert später auf 48 Stunden. Seit den 90ern sind wir bei rund 35 Wochenstunden. Jetzt kann man sagen, dass alles stressiger geworden ist. Doch war die Stimmung früher wirklich besser?

    Soziale Berufe liegen liegen mit über zehn Prozent an der Spitze bei Burnout-Diagnosen. Lehrer und Erzieher sind also doppelt so erschöpft wie Menschen im Hoch- oder Tiefbau. Das beweist in erster Instanz, dass Menschen in "helfenden Berufen" eine geringe Frustrationstoleranz haben. Sie erwarten nicht nur Lohn, sondern auch Lob, ergo Liebe. Das liefert aus. Der Kreis schließt sich: Der Sinn der eigenen Arbeit hängt bei diesen Menschen viel mehr vom Urteil anderer ab, als in der Produktion, die sich damit mehr selbst bestätigen kann.
    Die Symptome des Burnout geben Hinweise auf die Ursachen der psychischen Probleme, hinter denen sich anerkannte Erkrankungen verbergen können. Warum also wird aus einer Depression, die einer fachkundigen Behandlung bedarf, ein Burnout-Syndrom? Kailuweit bringt es auf den Punkt: Weil Burnout im Gegensatz zu anderen psychischen Erkrankungen sozial akzeptiert ist.

    Manfred Lütz, Psychiater und Chefarzt des Kölner Alexandria Krankenhauses, behauptet: Es gibt keine Burnout-Kranken, weil es keine Burnout-Erkrankung gibt." Das soll nicht heissen, dass den Menschen, die sich Burnout auf Ihre Seele brennen, nichts fehlt. Depressionen können viele Ursachen haben. Scheidung, Todesfall oder Krankheit tragen viel dazu bei, dass die Leistungsfähigkeit nicht mehr stimmt. Kommt dann noch beruflicher Druck hinzu, egal ob von oben oder durch daneben agierende Kollegen, ist ein Burnout, die innere Kündigung des Arbeitnehmers, für viele einfach der einzige Weg nach "draußen".
    Unabhängig von der Betriebsgröße ist in allen Hierarchie- und Altersgruppen der Trend zum Mobbing gestiegen. Die sozialwissenschaftliche Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geht von rund einer Million Betroffenen aus. Das sind rund drei Prozent der Arbeitnehmer. Die gesamte Betroffenheitsquote liegt laut der BAuA-Studie sogar noch höher: Während des Erwerbslebens werden 11,3 Prozent der Arbeitnehmer zumindest zeitweise zum Mobbing-Opfer. Der volkswirtschaftliche Schaden durch die darauf fehlende Leistung oder Krankheit geht auch hier in die Milliarden.
    Hebeln wir uns selber aus, wie Lütz das in seinem Buch "Bluff! Die Fälschung der Welt" formuliert? Ist das Abbrennen nichts weiter als eine inszenierte Selbsttäuschung? Um trotz totaler Erschöpfung eine weitgehend gute Figur zu machen? Weiter seriös zu wirken? Oder sich gerade dadurch zu kurieren? Wohl kaum. Prominente wie die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel oder der Fernsehkoch Tim Mälzer bewältigen Ihr Problem damit, sich selbst die Schuld zu geben. Die meisten machen aber andere für die Erschöpfung verantwortlich: die Firma, die Kunden, die Kollegen, die Gesellschaft selbst oder das System. Klingt gut. Ist es aber nicht.

    Harte Worte. Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Das Sein sollte das Bewusstsein bestimmen, nicht die Befindlichkeit. Doch nur mit ihr lässt sich Geschäfte machen. Und Politik. "Die seelischen Brandblasen der einen sind gut für das Geschäft der anderen", schreibt brandeins.de in einem sehr bemerkenswerten Artikel. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass Burnout vor allem auch ein Marketingbegriff ist. Die Kliniken locken mit Burnout-Tests, um potenziellen Patienten klarzumachen: Du hast da ein Problem, für das Du nichts kannst.
    Burnout ist kompatibel zu dem, was uns heilig ist. Keine Krankheit, sondern ein Syndrom, griech. "Zusammentreffend": falsche Ideale, falsche Konventionen und ein falsches Bild von sich selbst. Burnout ist also ein Kulturphänomen.
    Depressionen oder (fast) jede andere psychische Erkrankung gelten in unserer Gesellschaft als Stigma. Man wird als Versager abgestempelt, oder als bescheuert. Wer sich aber zu Tode arbeitet, sich der Gesellschaft trotz völliger Erschöpfung noch präsentieren kann, der hat sein Bestes gegeben. Die Ehrenmedaille also, die auf der Brust brennt ... statt glänzt.
    In Japan gibt es das Phänomen des Karoshi, ein Begriff, der sich am besten mit "Tod durch überarbeiten" übersetzen lässt. Karoshi ist damit nachhaltiger als der Burnout. Die Ursachen sind dieselben.

    Menschen mit Burnout-Syndrom, das sind immer auch Märtyrer der Arbeit. Und die dazugehörigen Krankheiten sind stets die Folge eines Arbeitskults, der sich im 20. Jahrhundert weltweit verbreitet hat. In der Sowjetunion und ihren Trabantenstaaten nannte man die Protagonisten "Helden der Arbeit". Erst vor Kurzem hat Wladimir Putin den Titel wieder eingeführt. Nicht ohne Grund.
    Man findet tatsächlich nicht viele positive Wendungen zum Begriff "Leistungsgesellschaft". Wer heute behauptet, dass Leistung die primäre Voraussetzung für Fairness ist, wird schnell als neoliberal abgestempelt.

    Die totale Gerechtigkeit scheitert immer an dem Individuum Mensch. Leistungsgerechtigkeit lässt sich nicht von einer Partei, einem Staat oder einer Managementmethode festlegen, sondern nur von den Menschen, die sie liefern; so unterschiedlich sie auch sind. Die Fremdbestimmung hört auf, wo diese Selbsterkenntnis anfängt.
    Warum lesen wir in der Nacht noch E-Mails? Weshalb schalten wir unser Telefon auch am Wochenende nicht aus? Viele lassen sich überfordern, weil nicht wir unsere Maßstäbe anwenden, sondern andere!

    Selbsterkenntnis ist bekanntlich der beste Weg zur Besserung - aber dazu muss man manchmal eben auch schlicht Diät halten. "Viele Menschen lassen sich so lange befördern, bis sie unfähig sind, das zu tun, was ihnen andere zutrauen", sagt Manfred Lütz. Das Problem dabei ist natürlich: Solche Chefs stecken nicht nur sich selbst, sondern auch andere mit dem an, was Burnout genannt wird. Dagegen ist nur gefeit, wer weiß, wann es genug ist. Das war und ist die wirksamste Waffe gegen Fremdbestimmung.

    Manchmal muss man zum Widerstandskämpfer in eigener Sache werden. Einach 'mal resilient sein. Es ist die Eigenschaft, auch unter dem Druck von allen Seiten nicht zu brechen. Die Beraterin und Autorin Monika Gruhl hat "Das Geheimnis starker Menschen" untersucht. Das Gefühl des Ausgebranntseins ist fast "immer die Folge von Fremdbestimmung. Wir orientieren uns zu sehr an dem, was andere wollen und sagen."

    Wir fassen zusammen: In einer Welt, in der alle Aufmerksamkeit, Lob und Anerkennung fordern, bläst jeder bei jedem in die Glut. Diesem Druck zu widerstehen ist das Geheimnis, kein Feuer zu fangen und letztendlich einem Burnout zu erlegen.
    Resilienz, sagt Gruhl, "ist eine Form von seelischer Elastizität, bei der man nachgeben kann, um dann wieder in Form zu kommen. Wenn der Druck zu groß wird, soll man nicht um jeden Preis standhalten - eben um nicht zu brechen."

    Der Klügere gibt nach. Und das klappt am besten, wenn man nicht klammert und seinen Job oder sein Leben als unveränderlich sieht. Das ist der Antrieb, den Ausgebrannte brauchen. Statt Brennen Zündkerze sein.

    Martin Haag


  • DIE GIN-GIN-STRATEGIE
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    Gin und Vodka oder: Leben und leben lassen!

    Wenn heute über angesagte Spirituosen der Barkultur diskutiert wird, fällt ein Wort sehr schnell: Gin – Hauptbestandteil der klassischen Barkultur, auf die wir uns zum Glück erneut besinnen.

    Eine Bar, die etwas auf sich hält, setzt nicht nur auf Vodka. Denn Vodka wehrt sich nicht. Mit ihm kann man nichts falsch machen. Dabei ist gerade das slawische Destillat dafür verantwortlich, dass der Gin, schon im 17. Jahrhundert erstmals in Mode, bis vor ein paar Jahren fast gänzlich verdrängt wurde.
    Gin stammt ursprünglich aus Holland und heißt Jenever (niederländ. Wacholder). Durch die unzureichende Destillationstechnik des 15. Jahrhunderts wurde dem Schnaps Wacholder, teilweise auch Kümmel, Anis und Koriander hinzugefügt. Das Verfahren wurde perfektioniert, die Zutaten zur Tradition. Ganz so wie der Reis beim Sushi (wir berichteten).

    Englische Soldaten nahmen ihn im 17. Jahrhundert mit nach Hause. Und weil sie seinen Namen weder nüchtern noch betrunken aussprechen konnten, erhielt er seine bis heute gültige Kurzform.
    Die Produktion überholte sehr schnell das Bier, sogar um das Sechsfache. Und er blieb in der Armee. Die britischen Kolonien nutzten ihn, um die bittere Malaria-Medizin Chinin einzunehmen. Ebenso wie die tägliche Ration Zitronensaft. Der Vitamine wegen. Die Legende "Gin Fizz" und „Gin and Tonic“ war geboren.
    Bis in die zwanziger Jahre erlebte Gin seine Blütezeit. Gimlet (Gin und Cordial Lime Juice), Negroni (Gin, süßer Wermut, Bitter) und Martini (Gin, Wermut), König unter den Cocktails, fanden dort Sternstunden.

    Smirnoff, 1934 verkauft und fortan in den USA produziert, konterte mit "Moscow Mule" (Vodka, Limettensaft, Ginger Beer), um sich in der breiten Masse zu etablieren. Das Rezept war einfach: Geschmacklos und stark mischte er sich fortan fast unsichtbar unters Volk. In bunten, süßen Limonaden machte er vor allem eins: betrunken. Abgerundet von cleveren Hollywood-Werbefeldzüge war er fortan in aller Munde. Nach Zsa Zsa Gabor folgte zuletzt sogar James Bond, der seinen ersten Martini 1962 trank. Gerührt, nicht geschüttelt. Und gänzlich ohne Gin. In dem, bei allem Respekt, sehr bezeichnenden Film mit Namen "Dr. No".

    Heute trinken Menschen in gehobenen Bars wieder klassische Cocktails, gemixt aus erlesenen Zutaten: Kleiner, konzentrierter im Geschmack, schwerer auf der Zunge und vor allem eins: Genießend. Gin soll einzigartig schmecken, mit so vielen Aromen wie möglich.

    "Vodka ist für den Wirkungstrinker, Gin für den Bildungstrinker", sagt Hamburgs Le-Lion-Betreiber Jörg Meyer. Die Gin-Renaissance ist noch jung – noch vor fünf Jahren bestellte man höchstens „Gin and Tonic“. Niemand wäre auf die Idee gekommen, die Sorten selbst zu bestimmen, die Bezeichnung in Bestandteile zu trennen. Heute ist das anders. War das „Schuhmann’s“ Ende der Achtziger noch mit fünf Gin-Sorten gut bestückt, sind es heute über 20. Das Le Lion in Hamburg geht da noch weiter: fast die Hälfte der Drinks basieren darauf, rund 80 verschiedene Gins stehen in der Hamburger Bar zur Auswahl.

    Zwei junge Münchner erkannten vor eben diesen fünf Jahren das Geheimnis Gin und gründeten eine Destille. Entstaubten seine gesellschaftliche Stellung und hoben ihn damit zurück ins Leben. Leidenschaft und Hingabe waren der Grundstoff, welcher die beiden Historiker Daniel Schönecker und Maximilian
    Schauerte zum geliebten Wacholder-Destillat heranführte: "Auf der vergeblichen Suche nach gutem Gin beschlossen wir letztendlich, ihn selbst zu brennen".

    Nach einem ganzen Jahr Entwicklungszeit entstand in der Maxvorstadt also der erste Gin "The Duke". Benannt nach Herzog Heinrich dem Löwen, dem Stadtgründer Münchens.

    "Ein edles Produkt fängt mit der Auswahl seiner Zutaten an", so Maximilian Schauerte. "Wir beziehen unsere Kräuter und Gewürze aus rein biologischem Anbau, die Wacholderbeeren sind unbehandelt. Hinzu kommen Koriander, Zitronenschalen, Angelikawurzel, Lavendelblüten, Ingwerwurzel, Orangenblüten, Kubebenpfeffer und weitere Rohstoffe (im Fachjargon "Drogen" genannt), so dass insgesamt 13 ausgesuchte Kräuter und Gewürze diesen Gin so typisch machen. Als Abrundung und für den genuin bayerischen Einschlag sorgen Hopfenblüten und Malz."
    Nach einer erneuten Destillation wird er mit Wasser auf Trinkstärke gebracht; mindestens muss der Gin 37,5 % Alkohol enthalten, The Duke schafft es auf 45 %. Und es verwundert nicht, dass "The Duke" in die besten Bars der Welt gefunden hat. Auch die feinsten Geschäfte führen ihn. Käfer, Manufactum und KaDeWe.
    Er ist ein Premium-Gin und zumindest hier in Deutschland hauptverantwortlich für den exklusiven Trend.

    Doch anders als Vodka hat es Gin nicht nötig, zu verdrängen. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die The-Duke-Macher nun auch auf Vodka setzen. Warum, erklären sie im Interview ... (Auszug)

    Martin Haag


  • CONTINENTAL BREAKFAST
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    Frische Luft macht Appetit
    Der Bentley Continental GT Convertible

    Mein Name? Tut nichts zur Sache. Nein, ich heiße nicht "Bond". Obwohl der auch gerne unauffällig bleibt, schon aus beruflichen Gründen. Und natürlich Bentley fährt. Zumindest in den Originalromanen.
    Bleiben wir doch gleich bei Originalen: Ich bin schon viele Automarken gefahren. Auch hochpreisige. Und bekam dabei fast immer denselben Widerspruch zu spüren: Je exklusiver der Wagen, desto auffälliger war man unterwegs. Desto mehr Konfrontationen entstanden, egal ob gegenüber Neidern oder Bewunderern. Man möge mir verzeihen: Beide Parteien nervten in Vergangenheit mitunter sehr.

    Man muss es schon mögen, in lauten, bunten Supersportwagen unterwegs zu sein. Halbstarke Herausforderungen an Ampeln, mutwillige Behinderungen auf Autobahnen. Verfolgende "Car Spotter" in der Stadt, prinzipielle Grenzkontrollen jenseits der EU. Und ständig wiederkehrende Fragen nach Leistung und Preis.
    Teuer erkaufte Probleme also. Paradoxie par excellence. Einmal abgesehen von den dann doch angenehmen Blicken weiblicher Verkehrsteilnehmer.

    Wie auch immer: Für mich zählt nur noch eine Ausnahme auf dem Automarkt. Eine, die trotz der hohen Wertigkeit, trotz des vollendeten Designs und einzigartigen Sounds von alldem unbehelligt bleibt: Der Bentley Continental, den ich somit wärmstens empfehle. Und weil es davon vier verschiedene Modelle gibt, auch gleich den schönsten: GT Convertible, kurz GTC. Zugegeben, auf dem deutschen Markt ist Bentley nicht besonders etabliert. Positiv formuliert bedeutet das aber auch, dass die jährlich 200 verkauften Modelle für eine gewisse Exklusivität auf unseren Straßen sorgen. Wer darüber hinaus noch den "GTC" besitzt, darf sogar in dem Bewusstsein leben, eines der exklusivsten Cabrios zu fahren, die es überhaupt gibt. Bei rund 200.000 € aber auch kein Wunder.

    Doch fangen wir mit den inneren Werten an. Wie eine Schatztruhe begeistern hier hochflorige Teppiche, detailverliebte Holzfurniere, kräftige Nähte und das
    A-Grade-Leder. Es ist besonders dieser charakteristische Duft, der mich hier täglich neu begeistert. Und einen schon fast davon abhält, das Valmet-Dach überhaupt öffnen zu wollen.
    Dank seinem dreilagigen Aufbau ist dieser Mehrwert so untypisch windstill und solide, dass man ihn manchmal sogar komplett vergisst. Trotz augenscheinlichem Gegenpol zum massigen Körper. Und ganz im Vertrauen: Geschlossen ist die GTC-Silhouette schon fast erotisch.
    Schrieb ich Dach? Himmel, nein – ich korrigiere: In weniger als einer halben Minute faltet sich über staunenden Köpfen ein wahrer "Baldachin" kunstvoll zusammen. Sogar bis Tempo 30. Sollte die Ampelphase einmal nicht reichen. Wenn es nicht regnet, ist im GTC immer gutes Wetter. Die intelligente Klimaanlage funktioniert dann im erweiterten Modus, Sitzlüftung und Nackenfön vermitteln selbst an kühlen Tagen das Gefühl einer warmen Sommerbrise. Ohne Probleme bis Tempo 200. Oder mehr. Absolut schafft es der aufgeladene W12 sogar bis 318 km/h. 567 PS und über 700 Nm garantieren dabei genau die Dramatik, die man von einem Bentley erwartet. Wenn auch nicht unbedingt gefühlt: Zu massig ist der Wagen, der selbst bei Höchstgeschwindigkeit "wie auf Schienen" läuft – die bei Kennern meist verwendete Metapher.

    Zweieinhalb Tonnen wuchten so in deutlich unter 5 Sekunden auf 100 km/h. Mit der 40:60-Achsverteilung sogar sehr ausgewogen. Selbst in kurvenreichen Strecken spürt man das Gesamtgewicht kaum. Und beim Tritt auf das Pedal werden Landschaften schnell zum Suchlauf. Der wahlweise erhältliche, neue V8 steht dem nur wenig nach, bei zeitgemäßen Werten. Ein kleines Eingeständnis zum Thema "Original". Von mir aus!

    Wahrscheinlich ist es eben gerade das Gewicht, das so charmant Solidität vermittelt. Unterbewusst wird es als Beständigkeit abgespeichert. Das spürt auch das Umfeld. Und macht ehrfürchtig Platz. Auf der Autobahn. Und in der Stadt. Dennoch bleibt man meist unberührt.
    Geschlossen wie offen. Niemand ahnt, woher man kommt, wohin man fährt. Denn ein gutes Frühstück kann der Beginn eines schweren Arbeitstages sein, aber auch das Ende einer wunderschönen Nacht ...

    Martin Haag


  • KIM SANG
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    Sushi – der immer frische Schlager aus Japan erfreut sich bei uns schon seit Jahren einer Beliebtheit, die ihresgleichen sucht. Kaum einer ahnt den Ursprung, den die leckeren Reisröllchen viel weiter südlich am Mekong River haben. Erst über China landete Sushi in Japan!
    Ursprünglich als Fermentierungsprozess gedacht, konservierten die Flussbewohner dort schon vor rund 2.000 Jahren Süßwasserfisch durch Reis, der übrigens – dadurch säuerlich geworden – nicht mehr verwendet wurde. Erst durch den Wegfall von Konservierung fand der Reis zum Fisch zurück. Und weil der fortan frisch zubereitet wurde, wird er bis heute mit Essig gesäuert.

    Mit dieser kleinen Reise in die Vergangenheit kommen wir auch schon auf den Punkt: Sushi hat nicht nur eine einzige Geschichte, sondern einige. Denn erst in den letzten 80 Jahren entwickelte sich in Japan der Anspruch, den wir von Sushi kennen und so ungemein schätzen. Davor sahen Japaner ihre Reisröllchen eher so, wie wir unsere Würstchen – schlicht und ergreifend als Fast Food für den Alltag. Sushi ist ein Selbstläufer.
    Während im Land der aufgehenden Sonne kaum jemand California Maki kennt und Sushi oft weiterhin im kurzen Laufschritt verzehren, gibt es in der übrigen Welt ein paar wenige Kenner, die damit einen großen Schritt weitergehen. Und als Slow Food neue Variationen anbieten. So schließt sich der Kreis in München-Bogenhausen. Unter dem Slogan "Außergewöhnlich zu sein, erfordert Mut" arbeitet in einem kleinen, feinen Restaurant des Arabellaparks ein vietnamesisches Familien-Unternehmen, bei dem der wirklich ausgezeichnete Sushi-Koch aus Berlin stammt. Statt aus Tokio. Warum auch; siehe oben.

    Kim Sang, Panasia Cuisine, bietet Sushi-Kreationen, die Sie mit Sicherheit so noch nie gesehen und probiert haben. Zumindest nicht in München. Und Eigentümer Kim hat noch viel mehr zu bieten. "Panasia" kombiniert hier die Gewürz- und Zubereitungs-Aspekte "Thai", "Chinesisch" und „Vietnamesisch“ und adaptiert zusätzlich lokalen Geschmack und Bedingungen. Statt Industrieprodukte, fertige Essigmischungen für den Sushireis, Fischeiweiß und/oder Glutamat kommt hier ehrliche, frische Qualität auf den (Küchen-) Tisch. Und kombiniert durch atemberaubend neue Kombinationen und Präsentationen schnell und unkompliziert zum König Gast.

    Darüber hinaus bietet das Restaurant eine authentische vietnamesische Küche mit zum Teil unbekannten Rezepten aus der Heimat. Und auch damit nicht genug: Es ist die lockere, familiäre Wohlfühl-Atmosphäre, die nicht nur einen hervorragenden Mittags- und Abendtisch zaubert, sondern auch spät in der Nacht (asiatische!) Cocktails bietet, die ebenfalls ihresgleichen suchen. Aber das ist eine andere Geschichte. Die Sie dann selbst entdecken können ...

    Martin Haag


  • GANZ SCHÖN FETT
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    Dass man aus Fett mehr machen kann, hat schon Joseph Beuys bewiesen. Jahrelang hingen fünf Kilo Butter in einer Ecke der Düsseldorfer Kunstakademie. Als die in die Jahre kamen, entfernte sie der Hausmeister. Wir alle kennen die Geschichte, eine teure Aktion!

    Kommen wir Menschen in die Jahre, bildet sich eine amüsante Metapher zur berühmten Fettecke: Der Speck wird zum Feind. Und oft teuer entfernt. Was die wenigsten wissen: Unser Hüftgold verdient diese Bezeichnung. Es ist Grundstoff für eine ganz eigene Kunstform: Plastische und Ästhetische Chirurgie!
    Je älter wir werden, desto mehr verlieren wir die Form. Mehr Fettgewebe am Körperstamm, weniger im Gesicht. Ein ganz natürlicher Vorgang, um den kaum einer herumkommt. Selbst hartes Training kann diesen Prozess nur bedingt beeinflussen.
    Nach wie vor besonders problematisch empfinden wir das Altern im Gesicht. Kein Wunder: Die Komponenten, die das Gesicht bilden, nämlich Haut, Unterhaut-Fettgewebe, Muskulatur und Knochenstruktur altern unabhängig voneinander. Mit fortschreitendem Alter droht die "Imbalance" zwischen Knochen, Muskeln, Fett und Haut, wobei Letzterer die größte Bedeutung zukommt: Elastizität und Hautdicke nehmen ab.
    Außerdem kommt es in einigen Bezirken des Gesichtes zu einer Zunahme von Fett, während man in anderen Bereichen eine Reduktion beobachtet – die Gesichtszüge fallen nach unten. Und das nicht nur beim Blick in den Spiegel.

    Dank moderner Technik können plastische Chirurgen heute überschüssiges Fettgewebe von denjenigen Stellen entnehmen, wo es stört, und dorthin bringen, wo es gebraucht wird. Ins Gesicht. In die Brust. Oder Po.
    Das Eigenfett wird dabei schonend entnommen, aufbereitet und frei transplantiert. Es gibt sogar Ärzte, die führen auf diesem Weg eine komplette Face-Rejuvenation durch. Ohne die geringste Hautstraffung.
    In ihren Anfängen wurde die Verpflanzung des eigenen Fettgewebes von vielen Ästhetischen Chirurgen misstrauisch beäugt. Heute wagt es keiner mehr, ihr den Respekt abzusprechen. Eigenfett hat ein unglaubliches Potential. Der Plastische und Ästhetische Chirurg kann durch individuelle Formung angeboren fehlendes oder mit dem Alter verlorenes Fettgewebe zurückbringen. Und ohne Abstoßungsreaktionen lebenslänglich umverteilen. Möglichkeiten. Fast ohne Grenzen.

    Unser Magazin sprach mit einem Profi auf diesem Gebiet: Dr. med. Annett A. Kleinschmidt, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Fachärztin für Chirurgie in Berlin ... (Auszug)

    Martin Haag


  • DIE LEGENDE LEBT
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    Das wirklich Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird

    Ernest Hemingway

    Kennen Sie das? Erstaunlich viele Bars beanspruchen heute gern das Attribut "legendär". Es gilt als chic, wer am selben Tresen lehnt wie einst Traumfrauen und berühmte Kerle. Ob die im privaten Leben Geschmack hatten, sei einmal dahingestellt.
    Ausgezeichnete Bars von damals haben neben dem Haken unter dem Tresen noch einen viel größeren dahinter: Sofern sich die damaligen Barchefs nicht selbst in Alkohol konserviert haben, sind es heute schlicht und ergreifend irgendwelche Nachfolger, die sich mit eben diesen fremden, alten Lorbeeren schmücken.
    Hemingways Lieblingsbar in Venedig zum Beispiel präsentiert den dort erfundenen Bellini längst schon nicht mehr so wie vor knapp 80 Jahren kreiert. Dafür täglich Hektoliter. Zu astronomischen Preisen. Cin cin!
    Eine gewisse, noch immer als Institution geltende, GI-Bar in Saigon hat außer eindeutiger Angebote geschäftstüchtiger "Damen" rein gar nichts mehr zu bieten.
    Und moderne Legenden in Übersee sind oft nur noch laut und schnell.

    Ich war in vielen Bars der ganzen Welt. Beruflich verabredet oder davor flüchtend, zufällig oder von Reiseführern befohlen. Und immer wieder erstaunt über den Fauxpas sogenannter Größen. Eine heiß empfohlene Bar in Frankfurt beispielsweise, direkt am Mainufer, musste passen, weil Würfelzucker für den klassischen Champagner-Cocktail fehlte. Kann passieren. Nur wurde eben im Anschluss eine Alternative empfohlen, die rein keine Ähnlichkeit mit der ausgebliebenen Bestellung besaß.
    Eine andere, hoch angesehene Bar im Dresdner Taschenbergpalais verkaufte mir Underberg als Angostura. Nein, nicht die Aushilfsbedienung. Der Barchef selbst, der wiederholt beteuerte, es wäre das Original.
    Kurzum: Viele berühmte Bars hängen sich an vergangenen Ruhm. Die Wirte von heute sind oft längst nicht mehr selbst am Steuer. Sondern nur Trittbrettfahrer legendärer Automobile.

    Doch gibt es auch Theken, die sich durch Gegenwart behaupten. Bars, die gerade aus diesem Grund entstanden sind und uns eine neue Artenvielfalt zeigen. Nicht selten auch für eine natürliche Auslese sorgen. Wie ein Löwe in der Serengeti. Zugegeben, der Vergleich ist ein wenig schwierig. Hinken tut er aber nicht. Denn einer dieser Löwen ist jung und strotzt vor Kraft. Im Herzen von Hamburg, und doch recht gut versteckt, zeigt er Präsenz. Wie Löwen eben sind ...

    "Le Lion, Bar de Paris", erst Ende 2007 gegründet, war gleich von Anfang an erwachsen. So wie das bronzene Sinnbild, das mit stolzer Brust in der Bar steht. Kurze Zeit später bereits zu den "besten Bars der Welt" gewählt, durfte sich sogleich auch die hauseigene Crew um Rudelführer Jörg Meyer "Barteam des Jahres" nennen. Und spätestens seit der hauseigenen Erfindung des um die Welt gegangenen "Gin Basil Smash" kann man mit Fug und Recht behaupten, dass diese Bar eine Legende ist, die lebendiger nicht sein kann. Hier wird nicht gemixt, was das Zeug hält. Hier wird kreiert. Hier ist viel Liebe im Handwerk, selbst bei einem einfachen Gin and Tonic. Stundenlang kann man dort sitzen und mit der Meute über Spirituosen palavern; nein, schon fast philosophieren. Und es ist eine Freude, das mit Leib und Seele hinter Theke und jedem Drink stehende Team zu beobachten.
    Kein Trittbrettfahren. Diese Bar ist wie ein komplett restaurierter Bentley aus vergangenen Tagen. Jederzeit startklar für eine neue alte Rallye. Aber das ist eine andere Geschichte ...

    Martin Haag


  • MEIN SOMMER LANG
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    Noch nicht veröffentlicht

    Als Kind hatte ich einen oft wiederkehrenden Traum. Ich stehe (erwachsen) auf einer Terrasse irgendwo über der Côte d’Azur. Man kann das Wasser sehen und wie es glitzert. Neben mir eine Frau. Mit einem weißen Hut. Und wir sehen hinaus aufs Meer …

    Die Personen und die Handlung dieser Geschichte sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.


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